Bürgerschloss Bredeneek Bürgerschloss Bredeneek
Ein Schloss, das öffnet!

Pressespiegel 2015

13.11.2015, Quelle Lübecker Nachrichten (LN)

Pilotprojekt: Jugend gestaltet Zukunft

Oldenburger Schüler liefern Ideen für umweltfreundlichen Schulweg — Stadt und Kreis greifen Vorschläge auf.

Oldenburg . „Jugend gestaltet Zukunft“: Unter diesem Motto haben Zehntklässler der Oldenburger Wagrienschule Ideen für einen umweltfreundlichen Schulweg entwickelt. Als erste Schule in Schleswig-Holstein hat sich die Einrichtung an einem vom Umweltbundesamt geförderten Programm beteiligt, bei dem Jugendliche Vorschläge für nachhaltige Verbesserungen in der eigenen Region erarbeiten. Das Oldenburger Pilotprojekt verzeichnet bereits erste Erfolge: Stadt und auch Kreis haben angekündigt, verschiedene Ideen der Schüler aufgreifen und umsetzen zu wollen. Die Initiatoren hoffen, das Projekt landesweit etablieren zu können.

Gerade im ländlichen Raum würden viele Schüler mit dem Auto zur Schule gebracht, sagt Hans-Werner Hansen von der Stiftung Bürgerschloss Bredeneek — die das Projekt zusammen mit dem Verein Multivision und der Consideo GmbH begleitet. Das möge den Betroffenen auf den ersten Blick als die sicherste Variante erscheinen — bewirke letztendlich jedoch das Gegenteil: „Mehr Fahrzeuge auf der Straße bedeuten ein höheres Risiko für alle Verkehrsteilnehmer“, betont Hansen.

Die Schüler haben deshalb Ideen zum Thema „Schulweg ohne Auto“ entwickelt, die sie gestern vor Gästen von Stadt, Kreis und Land präsentierten. Von einem Vorschlag zeigte sich Horst Weppler, Fachdienstleiter für regionale Planung beim Kreis, besonders begeistert: ein Wettbewerb, bei dem Schulklassen versuchen, ihren CO2-Verbrauch so gering wie möglich zu halten.

Pilotprojekt

„Das würde Spaß machen und wäre eine gute Motivation“, waren Tobias und seine Mitschüler überzeugt. Eine Auffassung, der sich auch Weppler anschloss: Er könne sich „sehr gut vorstellen, dass wir einen solchen Wettbewerb ins Leben rufen und einen Preis für die Gewinnerschule ausloben“, sagte er. Die Kreisverwaltung arbeite zurzeit an einem Klimaschutzkonzept — „da würde diese Maßnahme hervorragend hineinpassen“.

Auch Oldenburgs Bürgermeister Martin Voigt (parteilos) ging im Anschluss an die Präsentation direkt auf einen Vorschlag der Schüler ein: überdachte Fahrradständer. Könne man das Rad sicher und trocken unterstellen, sei die Motivation viel größer, damit zur Schule zu fahren, betonte Arne. Der Bürgermeister versicherte, diese Anregung beim zukünftigen Konzept für die Schulgebäude mit aufzunehmen, das zurzeit erarbeitet wird (die LN berichteten). Um weitere Maßnahmen zu konkretisieren, bot der Verwaltungschef den Schülern zudem an, ihn im Rathaus zu besuchen. Genannt worden waren unter anderem zusätzliche Radwege beziehungsweise die Sanierung von vorhandenen und eine bessere Beleuchtung.

Die Präsentation habe ihn „wirklich sehr beeindruckt“, so Voigt. Schulleiter Ekkehard Klahre lobte „die Intensität, mit der die Schüler an dem Projekt gearbeitet“ hätten. Parallel habe sich zudem eine weitere Arbeitsgruppe mit dem Thema Müllvermeidung befasst. Er sei stolz auf die Beteiligten, so Klahre, und darauf, „dass wir als Modellschule ausgewählt wurden“.

Die Vertreter der begleitenden Institutionen freuten sich besonders, dass die Vorschläge der Schüler bei den Vertretern von Stadt und Kreis sofort auf offene Ohren trafen. Bisher sei die Jugend beim Thema Mobilität „ein wenig vernachlässigt worden“, sagte Hans-Werner Hansen. Jetzt zeige sich, „dass sie genau der richtige Ansprechpartner ist“.

Das Projekt
Um Nachhaltigkeit geht es beim Projekt des Umweltbundesamtes. Schüler hinterfragen die aktuelle Situation und auch ihr eigenes Handeln. Sie entwickeln Lösungsansätze zu einem bestimmten Problem, die sie anschließend mit Hilfe einer speziellen Computer-Software grafisch darstellen.

Die Initiatoren hoffen, das Konzept landesweit an Schulen zu etablieren. Die Ergebnisse der Wagrienschule gibt es unter:

www.know-why.net.

Jennifer Binder

 

 
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